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Andrea Schütze schreibt hier nicht über ein Thema, sondern frei über ihre Projekte und alles was sonst so durch ihr Leben streift.
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Meinung & Netzphilosophie / Raus aus der Schublade


- Meinung & Gedanken -

Raus aus der Schublade

Ein Bekenntnis zum kreativen Ich

Ein Beitrag von Andrea Schütze aus München, 01.11.2017

Es ist üblich, es ist Schublade, sich auf Namens-Seiten vorzustellen und dabei nur ja immer irgendwelche Themen zu verfolgen, um damit SEO und den Usern, Lesern, Nutzern von Homepage, Wordpress, Blogger und Facebook oder Google+ zu gefallen, weil angeblich jeder nur in Themen lesen will. Und wenn man sich brav dran hält, dann wird man bei Google, Bing und sonstigen Suchmaschinen weit nach vorne geworfen. So jedenfalls kann man es auf unzähligen und im Inhalt/ Content immer irgendwie gleich lautenden Seiten lesen, die Google beim Erstellen einer Homepage so auswirft.
Wenn also Viele immer nur das Gleiche sagen, dann ist es wahr?
Nun, ich will das jetzt gar nicht in Zweifel ziehen, möglicherweise ist das wirklich besser für das SEO, das sich für mich immer irgendwie sektenartig anhört Sei ein guter SEO!, aber liest man eine gute SEO Seite auch wirklich deshalb gern, weil sie ein gutes SEO hat, oder hört sich das nicht eher wie Werbung an, die man doch auch irgendwie durchschaut und gerade weil man sie durchschaut, dann innerlich ablehnt? Für wen schreibe ich, für eine Maschine mit Namen wie Google oder Bing & Co, oder für Menschen, die so verschieden sind wie jeder Fingerabdruck? - Ich für meinen Teil habe hier eine Entscheidung getroffen und mich für die Menschen entschieden und kann nur hoffen, dass die Maschinen Google, Bing & Co das mit SEO oder nicht auch so verstehen werden. Aber wichtig bleibt hier der Mensch und niemand sonst.

O.K. ich gebe es zu! Auch ich habe Themen-Seiten: So findet man auf Lupa-Romana meine wissenschaftlichen Projekte, Publikationen und den Lupa-Romana-Blog, auf Amalaswintha kann man derzeit Historienmalerei verfolgen und auf Historia Iuris soll eine Seite zur Rechtsgeschichte entstehen, weil ich auch Rechtshistorikerin bin, und mein privates Hobby der Restauration von alten Dingen - wie von Möbeln und Gemälden - kann man auf Res-Antiquae beiwohnen. So jedenfalls das Konzept und das wird sich im Lauf der Zeit auch noch weiter ausbauen.
Also, wie man sieht: Auch ich bin brav und schreibe in Themen für die ich sogar extra Homepages eingerichtet habe.
Doch jede dieser Seiten ist immer nur ein winziger Aspekt aus Meiner-Selbst und jedes Mal, wenn ich das so sehe und lese, dann fühle ich mich dennoch irgendwie unbefriedigt, weil es gibt noch so viel Anderes, was mich interessiert, was mich zur Diskussion anregt und aufregt und worüber ich gerne schreiben würde, aber soll ich dafür jedes Mal eine neue Seite anfangen? - Ehrlich, das würde jetzt langsam den Rahmen des Bearbeitbaren sprengen und dennoch muss es raus, weil ich für mich entdeckt habe, dass gerade diese Teile in mir die für mich Spannenderen sind, als die braven und ordentlich nach Themen sortierten.
Wie ich eingangs schrieb: Ich passe nicht in Schubladen, weil ich bin Mensch.
Also ich für meinen Teil habe mich für Geschichte und Jura nicht zuletzt deshalb interessiert, weil es mir immer um den Menschen ging, was ihn ausmachte, seine Facetten, sein Licht und sein Schatten.
Sein wir doch mal ehrlich! - Wie interessant sind Menschen, die nur aus einer Seite bestehen? - Genau. So sehe ich das auch. Und warum lesen wir gerne Boulevard, egal wie gescheit wir uns auch sonst geben? - Genauso ist es.
Und weil das ganz genau so ist, wird es auf dieser Seite kein Thema geben, sondern alles was mich interessiert, was mich beschäftigt, was mich anregt und irgendwie Aufmerksamkeit erregend durch mein Leben purzelt.

Und damit genug vorweg geschrieben und jetzt geht´s los…

Andrea Schütze
München, 1. November 2017

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