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Kategorie: Zivilrecht - BGB-AT - Rechtshandlungen - Nicht-finale Handlungen

Nicht-finale Handlungen


München, 11.02.2018 von Andrea Schütze
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Beachte: Handlung ist ein von einem Rechtssubjekt begangenes Tun oder Unterlassen.
Menschliche Handlungsweisen können ohne rechtliche Relevanz verbleiben oder rechtliche Relevanz erhalten, dies weil:

Dieses rechtlich relevante menschliche Handeln kann final oder nicht-final sein.
Final ist es im Falle der Rechtsgeschäfte und Willenserklärungen, weil die Rechtsfolge kraft des Willens des Handelnden eintritt.
Anders die nicht-finalen Handlungen: Sie stehen außerhalb der Rechtsgeschäfte und in Opposition zu diesen.
Nicht-finale Handlungen sind Handlungen bei denen die Rechtsfolgen kraft Gesetzes eintreten, wobei es nach der Rechtsordnung unerheblich ist, ob sie gewollt sind, oder nicht. (vgl. Mot. I, 127).

Dazu zählen nach der auch in den Motiven existenten Differenzierung1:

DISKUSSION: Zum Begriff der Rechtshandlung

Verwendete Literatur:
BGB-RGRK, Krüger Nieland, vor § 104
Flume I § 9, S. 106
Motive I
Palandt, Ellenberger, Überbl v § 104
Wikipedia-Rechtshandlung

Permalink: http://andrea-schütze.de/jura-examen/Zivilrecht/nicht-finale-Handlungen.html



Fußnoten

1. Savigny hat noch nicht klar getrennt zwischen Rechtshandlung und unerlaubter Handlung, so aber dann die Motive zum BGB.
Nach anderer Ansicht sind alle Handlungen, die keine Rechtsgeschäfte sind, Rechtshandlungen, die sich in rechtswidrige Handlungen = Rechtshandlungen i.w.S. und unerlaubte Handlungen = Rechtshandlungen i.e.S. unterteilen lassen (Palandt, Ellenberger, Überbl v § 104, Rz. 4). Andere Ansicht: BGB-RGRK, Krüger Nieland, vor § 104, Rn. 11, wonach unerlaubte Handlungen keine Rechtsandlungen im eigentlichen Sinne sein sollen.
SIEHE: Diskussion - Zum Begriff der Rechtshandlung